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Mortagne sur Sèvre

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Mit Krücken gehen: So bewegen Sie sich sicher vorwärts

Das Gehen mit Krücken beansprucht den Oberkörper auf ungewohnte Weise und verändert das Gleichgewicht. Die ersten Schritte sind oft unsicher, und Fehler …

Femme d'âge mûr marchant avec des béquilles avant-bras dans un couloir de centre de rééducation, posture droite et technique correcte
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Das Gehen mit Krücken beansprucht den Oberkörper auf ungewohnte Weise und verändert das Gleichgewicht. Die ersten Schritte sind oft unsicher, und Haltungs- oder Einstellungsfehler können Schmerzen in den Handgelenken und Schultern oder sogar Stürze verursachen.

Nervenkompression und Armschmerzen: das unterschätzte Risiko falsch eingestellter Krücken

Die meisten Online-Ratgeber konzentrieren sich auf die Gehtechnik. Das Problem beginnt jedoch schon vor dem ersten Schritt, nämlich beim Einstellen der Krücken. Längerer Druck von Achselkrücken unter den Achseln kann Nerven abklemmen und Schwäche oder Taubheitsgefühle in Händen und Armen verursachen.

Das ist nicht einfach nur ein vorübergehendes Unbehagen. Anhaltender Druck auf einen Nerv kann vorübergehende motorische Störungen verursachen, die manchmal mit einer schlechten Durchblutung verwechselt werden. Das Körpergewicht muss auf den Handgriffen lasten, niemals auf den Achselpolstern.

So überprüfen Sie die Einstellung: Stellen Sie sich aufrecht hin und lassen Sie die Arme seitlich am Körper hängen. Platzieren Sie die Krückenspitzen etwa fünfzehn Zentimeter von Ihren Füßen entfernt. Zwischen dem Polster und der Achsel sollten zwei bis drei Finger Platz haben. Der Handgriff sollte sich auf Höhe des Handgelenks befinden, die Ellbogen leicht gebeugt. Wenn Sie nach einigen Tagen der Nutzung ein Kribbeln oder anhaltende Beschwerden in den Händen verspüren, lassen Sie die Einstellung von einer medizinischen Fachkraft überprüfen.

Wenn Sie unter guten Bedingungen das Gehen mit Krücken lernen möchten, sollte die Überprüfung der Einstellung jeder Bewegung vorausgehen.

Älterer Mann, der mit Achselkrücken im Freien die Steinstufen eines öffentlichen Gebäudes hinuntergeht und dabei die sichere Technik für Treppen demonstriert

Gehen mit Krücken: Das Abstützmuster, das das verletzte Bein schützt

Das Gehen mit Krücken entspricht nicht dem natürlichen Gangbild. Dabei wird das Gewicht vom verletzten Bein auf die Arme und den Rumpf verlagert. Je nach ärztlicher Anweisung gibt es zwei grundlegende Bewegungsabläufe.

Gehen ohne Belastung des betroffenen Beins

Wenn das verletzte Bein überhaupt nicht belastet werden darf, werden beide Krücken gleichzeitig nach vorn gesetzt. Anschließend schwingt der Körper nach vorn, wobei Sie sich auf die Handgriffe stützen. Das verletzte Bein berührt nicht den Boden. Beugen Sie das Knie nach Möglichkeit, damit der Fuß nicht über den Boden streift.

Diese Bewegungsweise ermüdet Arme und Schultern schnell. Regelmäßige Pausen sind erforderlich, besonders in den ersten Tagen. Die zurückgelegte Strecke lässt sich schrittweise steigern, sobald sich die Muskulatur des Oberkörpers angepasst hat.

Gehen mit erlaubter Teilbelastung

Wenn der Arzt eine Teilbelastung erlaubt, ändert sich die Technik. Die Krücken werden gleichzeitig mit dem verletzten Bein nach vorn gesetzt, und das Gewicht verteilt sich auf die Handgriffe und den Fuß am Boden. Anschließend folgt das gesunde Bein. Wie stark das Bein belastet werden darf, richtet sich nach der ärztlichen Anweisung: Das lässt sich weder erraten noch allein nach dem eigenen Gefühl bestimmen.

Halten Sie in beiden Fällen den Rücken gerade und den Blick nach vorn gerichtet, nicht auf die Füße. Wenn Sie den Oberkörper nach vorn beugen, verlagert sich der Schwerpunkt und das Risiko eines Gleichgewichtsverlusts steigt.

Mit Krücken Treppen steigen: Das gesunde Bein geht zuerst nach oben

Die wichtigste Regel lautet: Beim Hinaufgehen kommt das gesunde Bein zuerst, beim Hinuntergehen das verletzte Bein.

  • Beim Hinaufgehen: Setzen Sie den gesunden Fuß auf die nächsthöhere Stufe und ziehen Sie sich anschließend mithilfe der Handgriffe nach oben. Krücken und verletztes Bein folgen auf dieselbe Stufe.
  • Beim Hinuntergehen: Setzen Sie die Krücken auf die darunterliegende Stufe, führen Sie das verletzte Bein nach vorn und setzen Sie anschließend den gesunden Fuß nach unten. Während des Abstiegs lastet das Gewicht auf den Armen.
  • Wenn ein Handlauf vorhanden ist, halten Sie sich mit einer Hand daran fest und nehmen Sie beide Krücken unter den anderen Arm. Auf schmalen Stufen bietet der Handlauf einen stabileren Halt als die Krücken.

Bitten Sie bei einer Treppe ohne Handlauf um Hilfe oder rutschen Sie auf dem Gesäß hinunter, wenn Sie sich nicht sicher genug fühlen. Keine Krückentechnik kann einen fehlenden Handlauf an einer steilen Treppe ausgleichen.

Junger Mann in einem Gehschuh erhält von einer Physiotherapeutin in einem Rehabilitationsraum Tipps zum richtigen Umgang mit einer Unterarmgehstütze

Sicherheit zu Hause: Die Umgebung ist genauso wichtig wie die richtige Technik

Eine gute Gehtechnik reicht nicht aus, wenn es in der Wohnung Hindernisse gibt. Die NICE-Leitlinien empfehlen eine Beurteilung der Gefahren im häuslichen Umfeld bei Personen, die gestürzt sind und eine Gang- oder Gleichgewichtsstörung haben.

Konkret sollten vor dem Gehen mit Krücken verschiedene Bereiche der Wohnung überprüft werden:

  • Teppiche und Läufer auf dem Boden können unter den Krückengummis leicht verrutschen. Sie zu entfernen oder mit doppelseitigem Klebeband zu befestigen, senkt das Risiko.
  • Eine unzureichende Beleuchtung in Fluren und Treppenhäusern erschwert es, Hindernisse zu erkennen. Ein Nachtlicht im Flur auf dem Weg zur Toilette verhindert, dass Sie sich im Dunkeln bewegen müssen.
  • Nasse Böden, etwa im Bad oder in der Küche, werden mit abgenutzten Krückengummis sehr rutschig. Überprüfen Sie die Gummipuffer regelmäßig und ersetzen Sie sie, sobald sie glatt sind.
  • Stromkabel auf dem Boden, erhöhte Türschwellen und Gegenstände, die im Weg liegen, sind häufige Stolperfallen.

Diese Anpassungen erfordern weder Umbauarbeiten noch ein besonderes Budget. Dennoch verringern sie das Sturzrisiko zu Hause erheblich.

Achselkrücken oder Unterarmgehstützen: Die Wahl hängt von der Nutzungsdauer und den individuellen Fähigkeiten ab

Achselkrücken, die unter den Achseln verlaufen, werden häufig nach einer akuten Verletzung vorübergehend verordnet. Sie bieten eine breite Abstützfläche, beanspruchen die Handkraft jedoch weniger.

Unterarmgehstützen eignen sich besser für eine längere Nutzung. Sie erfordern mehr Kraft in Händen und Handgelenken, entlasten dafür aber die Achselregion und ermöglichen flüssigere Bewegungen.

Welche Variante geeignet ist, hängt von Muskelkraft, Koordination, Gleichgewicht und der geplanten Nutzungsdauer ab. Eine ältere Person mit schwachem Griff profitiert von Unterarmgehstützen nicht in gleicher Weise wie ein junger Patient in der postoperativen Rehabilitation. Die Entscheidung sollte eine medizinische Fachkraft treffen und nicht ohne vorherige Beratung beim Kauf in der Apotheke fallen.

Auch die Gummipuffer, die Qualität der Handgriffe und das Gewicht der Krücke beeinflussen den täglichen Komfort. Ein individuell angepasstes Hilfsmittel verringert Ermüdung und Fehlhaltungen, die zu zusätzlichen Rücken- oder Schulterschmerzen führen können.

Mit Krücken gehen: So bewegen Sie sich sicher vorwärts